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Brustgeschirr • Kind und Hund • Stubenreinheit •
Buchempfehlungen
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Stubenreinheit
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Stubenreinheit ist nicht angeboren. Bedenken Sie, dass Sie ein "Baby"
ins Haus geholt haben, das noch nicht trocken ist.
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Tragen Sie den Welpen nach dem Schlafen, Fressen, Spielen, längeren
Autofahrten etc. nach draußen an einen ruhigen Ort, möglichst auf
eine Wiese. Der Untergrund sollte weich sein. Bleiben Sie bei ihm und loben Sie
ihn mit freundlicher Stimme, nachdem er sein "Geschäft" erledigt
hat. Loben Sie ihn nicht während er sein "Geschäft" verrichtet,
sonst kann es sein, dass er es unterbricht, weil er von Ihnen abgelenkt wird.
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Unterlassen Sie Strafen jeder Art. Nackenschütteln, mit der Nase in den
Urin oder Kot stupsen oder ähnliche drastische und obendrein falsche
Sanktionen sind unsinnig und werden vom Welpen nicht verstanden! Dadurch lernt
der Welpe nicht, stubenrein zu werden - sondern nur, Angst vor Ihnen zu haben.
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Beobachten Sie Ihren Hund/ Welpen! Wenn er unruhig wird oder sich im Kreis dreht,
führen Sie ihn nach draußen.
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Ein Welpe muss anfangs auch nachts mal raus. Stellen Sie sein Körbchen
direkt neben Ihr Bett, um erste Anzeichen von Unruhe bemerken zu können.
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Nachts oder in Ihrer Abwesenheit sollten Sie den Welpen nicht in eine Hundebox
sperren. Der Hund gerät darin in Not und Stress, weil er sich nicht in
seinem "Nest" versäubern möchte.
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Regeln von früher sind überholt. Strafen Sie den Hund auch dann nicht,
wenn Sie ihn auf "frischer Tat" ertappen. Er könnte die Strafe
mit Ihnen statt mit dem eigentlichen Ereignis verknüpfen. Dann wird er
sich nur noch heimlich, nicht mehr in Ihrer Anwesenheit lösen.
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Ein kurzes ruhiges "Nein" reicht, um die unerwünschte Handlung
in dem Moment zu unterbrechen, in dem er sich gerade im Wohnungsbereich lösen
will. Heben Sie ihn hoch und bringen Sie ihn an einen geeigneten Ort, an dem er
sich in Ruhe versäubern kann. Achten Sie auch genau darauf, ob Ihr Hund
Anzeichen dafür zeigt, dass er raus möchte. Steht er vor der Tür?
Schaut er öfter zur Ausgangs- oder Terrassentür? Ist er unruhig? Fiept
er? Dies alles können seine Versuche sein, sich Ihnen mitzuteilen, dass er
mal "muss".
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Ignorieren Sie "kleine und große Missgeschicke", die in Ihrer
Abwesenheit passiert sind und beseitigen Sie sie kommentarlos! Nichts sagen,
nicht genervt schauen, nicht strafen, nicht ärgern!
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Nie Essigreiniger zum Putzen betroffener Stellen verwenden, der Essiggeruch
regt den Hund zum Urinieren an.
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Hundebücher empfehlen manchmal den Einsatz von Zeitungspapier, auf das der
Hund im Haus pieseln oder koten soll. Dann soll er wieder Schritt für
Schritt davon entwöhnt werden, indem die Zeitung immer kleiner gefaltet
wird und schließlich ganz verschwindet. Warum so umständlich, wenn
es auch einfach geht??? Ausserdem besteht die Gefahr einer Fehlverknüpfung
- der Hund lernt, sich im Wohnungsbereich (!) auf Zeitungspapier zu lösen,
nicht aber auf anderen Untergründen wie zum Beispiel einer Wiese und vor
allem draussen, wo er sich ja eigentlich lösen sollte.
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Ein Welpe braucht Zeit, um zu verstehen, was von ihm verlangt wird. Ausserdem
muss er, wie ein kleines Menschenkind auch, seinen Schließmuskel erst
trainieren, bevor er ihn kontrollieren kann. In der Regel dauert die Erziehung
zur Stubenreinheit Tage bis Wochen, das ist von Hund zu Hund unterschiedlich.
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In der Literatur empfohlene Kommandowörter zum Urinieren oder Koten sind
unsinnig und gefährlich. Funktioniert die Methode und ist der Hund
gehorsam, hält er so lange ein, bis Sie das erlösende Wort sprechen.
Ein so kontrollierendes Verhalten gegenüber einem uns anvertrauten
Lebewesen ist moralisch fragwürdig und kann, gerade beim Welpen oder
älteren Hund, enormen Stress auslösen und gesundheitsgefährdend werden.
Der Hund soll sein Geschäft nicht auf Kommando verrichten, sondern dann,
wenn er das Bedürfnis hat!
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Tage und Nächte mit Geduld und Lob zahlen sich aus. Wichtige Grundregel:
Verhaltensweisen werden durch Belohnung verstärkt! Loben Sie Ihren kleinen
Hund also, wenn er "es" an der richtigen Stelle gemacht hat. Sollte
sich trotz allem nicht der gewünschte Erfolg einstellen, bedenken Sie,
dass auch eine Erkrankung wie zum Beispiel eine Blasenentzündung vorliegen
könnte. Fragen Sie sicherheitshalber Ihren Tierarzt!
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© Sonja Höttger, Dogs Track
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